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biolitec® in der Proktologie

Minimal-invasive Therapie bei Steißbeinfisteln

SiLaC®

Prof. Dr. Jacob behandelt Anal- und Steißbeinfisteln mit Lasertherapie gewebeschonend und schmerzarm

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In Berlin ist Prof. Dr. med. Dietmar Jacob in der überörtlich tätigen Gemeinschaftspraxis Chirurgisch Orthopädischer PraxisVerbund (COPV) in Steglitz und Zehlendorf tätig. Neben den herkömmlichen konventionellen Verfahren hat der erfahrene Allgemeinchirurg und Proktologe seinen Fokus auf die minimal-invasive Chirurgie gelegt, um seinen Patienten eine gewebeschonende und möglichst schmerzarme Behandlung zu ermöglichen. Der größtmögliche Patientenkomfort und ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis steht auch bei der minimal-invasiven Behandlung von Anal- und Steißbeinfisteln im Vordergrund.
 

Herr Prof. Dr. Jacob, wie lange arbeiten Sie schon mit der FiLaC® Lasertherapie?

Ich arbeite jetzt bereits seit Mitte 2018 mit der FiLaC® Lasertherapie zur Behandlung von Steißbein- und Analfisteln und bin mit dieser minimal-invasiven Therapie sehr zufrieden.
 

Was sind Ihrer Meinung nach die Vorteile gegenüber einer klassischen Operation?

Grundsätzlich ist die Therapie mit deutlich weniger Schmerzen verbunden, als es bei einer klassischen Operation der Fall ist. Das hängt damit zusammen, da es sich dabei um eine minimal-invasive Therapie handelt, bei der nur ein sehr kleiner Schnitt gesetzt werden muss, oder sogar ganz darauf verzichtet werden kann.

Die anschließende Wundbehandlung und Nachsorge ist bei einer Behandlung von Anal- oder Steißbeinfisteln durch minimal-invasive Lasertherapie darum sehr einfach. Bei einer klassischen Operation entsteht in den meisten Fällen eine recht große Wundfläche, die mit einer permanenten Sekretabgabe verbunden ist. Im Gegensatz dazu wird bei der minimal-invasiven Lasertherapie eine schnelle Rekonvaleszenz – also Genesung – ermöglicht.

Ein weiterer großer Vorteil der FiLaC®-Lasertherapie ist natürlich, dass der Schließmuskel bei der Behandlung nicht gefährdet wird und damit auch die Gefahr einer Inkontinenz minimiert wird. Das ist für viele Patienten natürlich ein sehr wichtiger Faktor und ausschlaggebend für eine Behandlung. Zudem kann die Therapie einer Anal- oder Steißbeinfistel ambulant durch erfahrene Chirurgen und Anästhesisten erfolgen und es ist kein Krankenhausaufenthalt notwendig.
 

Erkrankungen im Enddarmbereich sind für viele Menschen ein Tabu-Thema und sie schieben den Arztbesuch immer weiter vor sich her. Warum sollte man trotzdem möglichst frühzeitig zum Arzt gehen?

Grundsätzlich sind Erkrankungen in einem frühen Stadium immer deutlich besser zu behandeln als wenn sie bereits weit fortgeschritten sind. Schon allein aus diesem Aspekt heraus ist ein frühzeitiger Arztbesuch zu empfehlen. Daneben wird immer geraten bei Beschwerden über 4 Wochen einen Arzt aufzusuchen. Dabei kann es sich um Blutungen handeln oder einen ständigen Juckreiz. Hemmungen oder Scham sollten dabei keine Rolle spielen. Bei einem Proktologen handelt es sich um einen speziellen Facharzt, der mit der Thematik sehr vertraut ist und auch die Ängste und Hemmungen der Patienten kennt.
 

Ist es wichtig zu einem Spezialisten zu gehen?

Ja, es sollte unbedingt ein Proktologe aufgesucht werden. Dieser Facharzt ist auf die Untersuchung des Enddarms spezialisiert und kann nach einer gründlichen Untersuchung eine geeignete Behandlung durchführen.

In seltenen Fällen kann sich hinter Beschwerden, die oft als Hämorrhoiden abgetan werden auch eine bösartige Neubildung verbergen, die dann sofort abgeklärt werden muss. Hier ist die frühzeitige Einschätzung durch einen Facharzt besonders wichtig.

Der Proktologe kontrolliert auch, ob der Patient die wichtige Vorsorgedarmspiegelung (Männer ab 50 Jahren, Frauen ab 55 Jahren) wahrgenommen hat und kann eine entsprechende Überweisung mitgeben.
 

Wie ist der Ablauf einer Anal- bzw. Steißbeinfistel-Behandlung mittels Laser und wie lange dauert die Genesung?

Alle Eingriffe am After und im sog. Analkanal sollten meines Erachtens in Narkose stattfinden. Zum einen hat der Chirurg die Möglichkeit durch die nachlassende Schließmuskelaktivität den Analkanal gründlich zu untersuchen, was ohne Narkose meistens nicht möglich ist und kann evtl. auch auf andere Operationstechniken umschwenken, falls sich dies im Verlauf der Behandlung als medizinisch sinnvoll herausstellt. Daher werden Patienten vor einer Operation immer über mehrere Therapieverfahren aufgeklärt, da die ausführliche Untersuchung des Fistelverlaufs erst unter Narkose möglich ist.

Die Nachsorge ist sehr einfach. Die Patienten benötigen nur in den ersten drei Tagen nach der Operation wenig bis keine Schmerzmittel und haben eine kleine offene Wunde am After, wo die Fistel war. Diese gibt in der Regel noch tgl. etwas Flüssigkeit in den folgenden 2-4 Wochen ab, so dass eine Kompresse in die Unterhose eingelegt werden sollte. Nach 4 Wochen ist die Fistel meistens ausgeheilt und verschlossen. Eine weitere Nachsorge ist dann nicht mehr notwendig.

Bei der Steißbeinfistel ist der Behandlungsablauf ähnlich. Die eigentliche Operation in Narkose dauert 10 Minuten und die Fistelöffnungen (hier sind es in der Regel mehr als eine) sondern noch in den folgenden 4 Wochen etwas Wundflüssigkeit ab. Danach ist auch hier die Heilung abgeschlossen.

Weitere Informationen zu Prof. Dr. Jacob und seiner Praxis: www.copv.berlin