FiLaC®-Lasertherapie jetzt auch zur Behandlung von Steißbeinfisteln

 

Im Unterschied zur Analfistel entwickelt sich die Steißbeinfistel durch einen Reiz von außen, erklärt der Kölner FiLaC®-Spezialist, Dr. Arne Wilhelm. Sie sind besonders unangenehm, weil sie im Bereich der Gesäßfalte auftreten und nicht von selbst verheilen. Ohne wirksame Behandlung können sie die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigen.

 

Herr Dr. Wilhelm, welche Symptome treten auf?

Der betroffene Bereich ist teilweise gerötet, geschwollen und reagiert auf Druck. Nicht nur Sitzen, sondern auch Gehen und Liegen verursacht Schmerzen. Oftmals tritt eitrige und blutige Flüssigkeit aus der Fistelöffnung aus.

 

Und wie entstehen Steißbeinfisteln?

Zum Einen gibt es die angeborene Fistel, welche schon bei Kleinkindern zu beobachten ist. Die Fisteln im späteren Lebensalter sind erworben. In der Theorie “entzünden” sich über Druck und Spannung Haarwurzeln in der Gesäßfalte und es bilden sich Gänge in der Haut ins Unterhautfettgewebe, wo diese miteinander kommunizieren und es zum Einliegen von Haaren kommt.

 

Herr Dr. Wilhelm, welche Therapieoptionen gibt es?

Es gibt nur die operative Heilung der Erkrankung. Am häufigsten wird heutzutage die klassische Exzision des Befundes vorgenommen. Dabei werden die Hautschichten oft großzügig bis auf die Knochenhaut des Steißbeins entfernt. Längere Krankenhausaufenthalte und eine Wundheilung, die mehrere Wochen, sogar Monate dauern kann, sind die Folge, weil nicht nur die Fistel selbst, sondern auch umliegendes Gewebe entfernt werden muss. Wir bevorzugen ein minimal-invasives OP-Verfahren, das auf dem sogenannten "Pit Picking" beruht, in Kombination mit dem FiLaC®-Laserverfahren. Diese beiden Methoden führen zu wesentlich kleineren Wunden, weniger Schmerzen und verkürzter Rekonvaleszenz.

 

Wie funktioniert "Pit Picking"?

Beim Pit Picking werden nur die Öffnungen der Fistel sparsam ausgeschnitten, wenn nötig die Abszess- oder Granulationshöhle zur Seite hin drainiert und die einliegenden Haare entfernt. Dadurch werden große Wunden in der Gesäßfalte vermieden, welche aufgrund der erhöhten Spannung der Haut schlecht und langsam heilen.

 

Was ist der Vorteil des FiLaC®-Laserverfahrens?

Das Verfahren kommt vor allem bei langen Fistelgängen unter der Haut zum Einsatz. Die FiLaC®-Sonde wird in den Fistelgang eingeführt, wo sie das Fistelgewebe und Reste einliegender Haare mit Hilfe von Laserenergie ganz präzise verödet. Umliegendes Gewebe wird nicht verletzt oder muss nicht entfernt werden, was die Wundheilung enorm verkürzt.

 

Wie hoch sind die Heilungsraten?
Die primären Heilungsraten beim Pit Picking liegen bei ca. 80%. Verbunden mit dem FiLaC®-Laserverfahren erreichen wir in unserer Praxis Heilungsraten von über 92%.

 

Was empfehlen Sie nach einer OP?
Um ein Wiederauftreten zu vermeiden, sehen wir eine dauerhafte, medizinische Haarentfernung als beste und einfachste Rezidivprophylaxe an.

 

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